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Posted by Ame on 11.03.2013 at11:27:

  MegaRadio bestätigt Rückzug aus landesweitem DAB+ Netz in Bayern

Während die bundesweiten Sender überwiegend mit dem Start des Digitalradios im Modus DAB+ zufrieden sind, läuft das digital-terrestrische Radio auf lokaler und regionaler Ebene bislang maximal in Ballungsräumen wie Berlin oder Rhein-Main. Landesweite Ausstrahlungen sind für Privatradios bei den aktuell noch viel zu wenigen Digitalradiogeräten in den Haushalten unrentabel. Im Südwesten lehnen einige Privatveranstalter laut SatelliFax-Informationen einen weiteren Ausbau der Sendernetze ab oder denken sogar über Rückzug nach, und auch in Bayern beenden einige Sender ihre Verbreitung im landesweiten Sendernetz.

Der Privatsender MegaRadio Bayern hat jetzt seinen Wechsel vom landesweiten Multiplex in lokale Bouquets in Bayern bestätigt. Man habe bei der zuständigen bayerischen Landeszentrale für neue Medien einen Switch vom landesweiten ins bayerische Städtenetz, also München, Nürnberg, Augsburg und Ingolstadt beantragt. Über den Antrag soll in der kommenden Medienratssitzung am 14. März entschieden werden. Wie Programmchef Sven Häberle dem Internetdienst "radio-wird-digital.de" mitteilt, könnten damit immer noch 75 Prozent der Bevölkerung gegenüber der landesweiten Abdeckung erreicht werden. Festhalten wolle man bei MegaRadio am geplanten Engagement in Nordrhein-Westfalen, man sei auch schon dabei, strategische Kooperationen mit Geräteherstellern zu schließen.

Die Verbreitung in den lokalen Muxxen in Bayern kostet jährlich nur ein Zehntel im Vergleich zur landesweiten Verbreitung. Zum Jahreswechsel hatte sich bereits das Privatradio RT.1 mit dem Ableger "RT.1 In The Mix" aus dem landesweiten Multiplex zurück gezogen. Im Vergleich zu MegaRadio will der Programmveranstalter vorerst gar nicht mehr über DAB+ senden.

Aufgrund dieser Entwicklung werden die Landesmedienanstalten wohl in naher Zukunft keine weiteren landesweiten Kapazitäten für DAB+ mehr ausschreiben, sondern maximal Kanäle in Ballungsräumen und Großstädten. Damit entsteht freilich außerhalb der Großstädte auch wieder die schon vom gescheiterten alten DAB-Standard bekannte Henne-Ei-Problematik: Ohne attraktives und exklusives Programmangebot dürfte der Anreiz zum Kauf eines Digitalradios weit geringer sein.


Mo, 11. Mär 2013


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